Man hört in unseren Tagen sehr viel von Vergehen,
Verbrechen und Gesetzesübertretung und denkt dabei, dass sich dies alles gegen
den Menschen und seine Gesetze richte. Manchmal spricht man auch von schändlicher
Handlungsweise und niedriger Gesinnung des Übeltäters, von mehr aber nicht.
Ja, wovon sollte denn noch gesprochen werden? Die Bibel nennt das Böse Sünde,
aber das ist heute ein überholter Begriff. Warum ist das so? Wenn man die Sünde
als solche anerkennt, fühlt man, dass man es mit Gott zu tun hat, und das will
man nicht. Man möchte sich "ausleben" und niemandem verantwortlich
sein. Am liebsten denkt man überhaupt nicht an Gott und sieht in Untaten lediglich
Verstöße gegen die Gesellschaftsordnung oder Übertretung staatlicher Gesetze.
Als der erste Mensch im Paradies gegen Gottes Gebot ungehorsam war, kam
er unter die Gewalt seines Verführers, "der die Macht des Todes hat"
(Hebräer
2:14). Er war nun sterblich. Alle Kinder Adams und Evas von Kain an und
hinfort bis heute sind dem Tode verfallen, und so ist der Tod die schlimmste
aller Folgen der Sünde.
"Der Lohn der Sünde ist der Tod" (Römer
6:23). In der ersten Geschlechtstafel der Bibel heißt es achtmal "und
er starb" (1.Mose
5). Eine Übertretung, und soviel Elend, Not und Tod! Und mit jedem Menschen,
der geboren wird, ein neuer "Produzent" des Bösen, wie schon bei kleinen
Kindern zu sehen ist. Wenn es dir auch noch so unglaublich erscheinen mag, lieber
Leser, ist es doch so, dass jeder Mensch den Zwang zum Sündigen in sich trägt.
Des ersten Menschen Nachkommenschaft ist ein sündiges Geschlecht, das unter
die Sklaverei der Sünde gekommen ist; sie beherrscht den Menschen gänzlich,
und er kann sich selbst aus dieser Lage nicht befreien.
Alles gegen Menschen verübte Böse ist zugleich auch Sünde gegen Gott, und es
ist tragisch, dass alles Böse "fortzeugend immer Böses muss gebären."
Dies alles kann unmöglich als Ursache die Übertretung menschlicher Gesetze haben,
sondern ist durch den Abfall des Menschen von Gott hervorgerufen worden. Der
Mensch, die Krone der Schöpfung, ist seither in Feindschaft wider Gott (vgl.
Römer
5:10; Kolosser
1:21).
Sünde ist also kein überholter Begriff, sondern eine furchtbare Wirklichkeit,
mit der man es ständig, ob man es will oder nicht, zu tun hat!
Alle haben gesündigt, alle gehen verloren, wie es in Römer
3 heißt: "auf dass ... die ganze Welt dem Gericht Gottes verfallen
sei" (Römer
3:19), und:
"Denn es ist kein Unterschied, denn alle haben gesündigt und erreichen
nicht die Herrlichkeit Gottes" (Römer
3:22-23). Dann erreichen sie also die Verdammnis, einen anderen oder neutralen
Ort gibt es nicht, sie sind alle verloren. Wenn Gott alle Menschen in das ewige
Verderben gehen ließe, wie sie es verdient haben, so handelte Gott völlig gerecht
und brauchte sich, in Ehrfurcht gesagt, nichts vorzuwerfen. Aber Er erbarmte
sich des Menschen und fasste in der rückliegenden Ewigkeit Pläne zu seiner Rettung.
Die Sünden jedoch mussten bestraft und die Sünde - die verderbte Quelle im Menschen
- musste gerichtet werden. Trifft den Menschen dieses Gericht, so ist er verloren,
ewig von Gott getrennt und verlassen in unaussprechlichen Qualen.
In unbegreiflicher Liebe hat nun Gott Seinen eingeborenen Sohn anstelle des
schuldigen Menschen gestraft. Der Sohn Gottes wurde Mensch, "das Wort ward
Fleisch" (Johannes
1:14). Am Kreuze erduldete Er den Tod als Lohn der Sünde und gab Gott die
notwendige Genugtuung hinsichtlich der Sünden."... der Mensch Christus
Jesus, der sich selbst gab als Lösegeld für alle" (1.Timotheus
2:5-6).
Wer so den Herrn Jesus im Gefühl seiner Schuld annimmt und Ihn als das "Lösegeld"
für sich in Anspruch nimmt, erhält Vergebung seiner Sünden und ewiges Leben.
Lieber Leser, triff diese Wahl zu deinem ewigen Heil, und du wirst es nie bereuen!
"Wer an ihn - den Sohn Gottes - glaubt, wird nicht gerichtet" (Johannes
3:18).